News Digest: MI6-Panne, Schweinegrippe, Telekom-Paket, Mobiles Internet

Der Virologe Detlev Krüger hält die Schweinegrippe für weniger schlimm als eine normale Grippe. Die 27 EU-Botschafter haben einem Kompromiss der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft und des Parlaments zum umstrittenen Telekom-Paket zugestimmt. 6,2 Millionen Menschen griffen in Deutschland im ersten Quartal 2009 mit ihrem Mobiltelefon auf das Internet zu. 

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Schweinegrippe

Der Berliner Virologe Detlev Krüger hält die Schweinegrippe für weniger schlimm als eine normale Grippe, sagte er tagesschau.de: “Im Schnitt sterben in Deutschland pro Jahr bis zu 20.000 Menschen an der “normalen” jährlichen Grippe. An der Schweinegrippe sind gegenwärtig nur einige Dutzend verstorben.”

Die Universität Bonn hat einen Schnelltest entwickelt, mit dem der Erreger der Schweinegrippe innerhalb weniger Stunden bei Patienten festgestellt werden kann, berichtet das Handelsblatt.

Eine Sprecherin der EU-Kommission regte eine Umbenennung des Virus in ‘novel flu virus’ an. Dabei wollte sie suggerieren, dass der Virus an sich neu sei und nicht unbedingt mit der Schweinemast zu tun habe. Reuters berichtete darüber, dass verschiedene Übersetzungen für Verwirrung gesorgt hatten. Blogger Berlaymonster berichtete daraufhin humorvoll von angeblichen Irritationen in der europäischen Buchbranche. Er berichtete auch darüber, dass das Centre for Disease Control (CDC) einen Notfall-Twitter-Feed eingerichtet hat. Unter anderem lautete ein Tweet: “CDC reminds you that you can NOT get swine flu from eating pork.”

Anlässlich der Schweingrippe überprüfen zahlreiche Unternehmen nun ihre Business-Continuity-Pläne, berichtet Computer Weekly. Experten gehen damit aus, dass 40 Prozent der Belegschaft krank werden könnte, falls es zu einer Pandemie kommen sollte. Die Beratungsfirma Gartner rät Unternehmen, ihre IT in ihren Plänen an erste Stelle zu setzen.

Computer und Internet

Die 27 EU-Botschafter haben einem Kompromiss der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft und des Europaparlaments zum umstrittenen Telekom-Paket zugestimmt, berichtet ORF Futurezone. Dabei ging es um die Themen Internetsperren und Netzneutralität. Unter anderem soll die Sperrung von Internet-Anschlüssen durch “unabhängige Tribunale” möglich sein. Das Gesetzespaket kann damit wie geplant vom Parlament nächste Woche in zweiter Lesung beschlossen werden. Erika Mann wird auf ihrer Website hierzu noch ausführlich informieren.

Das Europäische Parlament stimmte gestern einer Verlängerung der Schutzfrist des Urheberrechts von Musikern von 50 auf 70 Jahre zu, berichtet Euractiv. Der Schritt zielt darauf ab, längere Urheberrechte für Künstler und Plattenfirmen zu schaffen. Außerdem wurde ein Fonds für Musiker vorgeschlagen. Er soll von den Produzenten finanziert werden, die in den Fonds mindestens 20 Prozent des Umsatzes jährlich einzahlen sollen, der aus der Verlängerung erzielt wird. Verwertungsgesellschaften sollen hieraus die Musiker entlohnen. Im Rat gibt es hierzu noch keine Einigung. 

Mobile - Flickr/By:Gaetan Lee/CC-Lizenz BY

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6,2 Millionen Menschen griffen in Deutschland im ersten Quartal 2009 mit ihrem Mobiltelefon auf das Internet zu, stellte das Marktforschungsunternehmen Nielsen fest. Dabei nutzten sie vor allem Google sowie Webmail- und Nachrichtenangebote, schreibt Golem.

Times Online berichtet, dass eine MI6-Agentin ihre Handtasche auf dem Sitz eines Busses in Bogota / Kolumbien vergessen hat. Weil sie darin ein Computer-Memory-Stick aufbewahrte, der Details zu einer fünfjährigen Anti-Drogen-Mission samt Agentennamen enthielt, mussten bereits geplante Operationen abgeblasen und Agenten zurückgezogen werden.

Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix prüft laut heise online wegen der Datenaffäre bei der Deutschen Bahn die Einleitung eines Bußgeldverfahrens gegen den Konzern. Dix hatte in seinem neuesten Tätigkeitsbericht laut heise online Gesetzesverstöße des Konzerns wie die rechtswidrige Speicherung von Kontodaten festgestellt.

Zum Schluss

hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen Online beobachtet, dass 60 Prozent der Twitterer im Folgemonat nicht zurückkehren. Der “Netzökonom” meint: “Die Belanglosigkeiten auf Twitter nehmen zu. Einsteigern fällt es immer schwerer, wahrhaft Interessantes zu finden.”

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